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Historischer Überblick

Historischer Überblick

Die flämische Orgelzeitschrift nimmt in dem flämischen Zeitschriftenangebot eine Sonderstellung ein. Sie ist außerdem die am längsten bestehende Orgelzeitschrift in Flandern. Sie führt die Linie einer Tradition flämischer Orgelzeitschriften weiter (De Schalmei 1946-1950; De Praestant 1951-1972); Orgelkunst (1978)).

Nach dem Zweiten Weltkrieg erblickten vier wichtige Zeitschriften das Lebenslicht:

De Schalmei (1946-1950)
In Flandern wurde 1946 mit der Ausgabe von De Schalmei eine erste Orgelzeitschrift gegründet. Diese Veröffentlichung war hauptsächlich ein Einmannbetrieb des Berten De Keyzer, das 1950 nach gut fünf Jahren beendet wurde.

De Praestant (1951-1972) 
Fast nahtlos schloss sich Flor Peeters, zusammen mit Titus Timmerman, o. praem., mit der Ausgabe von De Praestant im Jahre 1951 der Schalmei an, und zwar anlässlich des Orgelkongresses in der Abtei von Tongerlo. Nebst Textbeiträgen wurde auch der Orgelkreativität Platz geräumt, indem eine musikalische Beilage hinzugefügt wurde. 1972, nach gut 20 Jahren, wurde die letzte Nummer von De Praestant veröffentlicht.

Luister van het orgel I (1973)
Ein neues Team began 1973 mit der Ausgabe von Luister van het orgel I der Acta Organologica Flandriae. Es blieb bei einer schön ausgegebenen Einzelnen, weil die wirtschaftlichen Folgen der Ölkrise Zweifel über die Lebensfähigkeit einer neuen flämischen Orgelzeitschrift erregten.

Orgelkunst (1978 -)
Derselbe, aber jetzt erweiterte Redaktionsrat begründete 1978 Orgelkunst, eine Zeitschrift, die durch die Initiative des 'Vlaamse Vereniging ter Bevordering van de Orgelkunst' v.z.w. (V.V.B.O.) zustande kam, dessen Mitglieder anfangs waren: Kamiel D'hooghe, Ehrendirektor des Königlichen Konservatoriums von Brüssel, Agnes Dumon, Antoon Fauconnier, Erbgutkonsulent für Orgeln bei dem Dienst 'Monumente und Landschaften' der flämischen Regierung, Dr. Bernard Huys, ehemaliges Haupt der Musikabteilung der Königlichen Bibliothek Albert I, Ghislain Potvlieghe, Orgel- und Klavierinstrumentebauer, und Patrick Roose vom kurz zuvor gegründeten Institut für unbewegliches Erbgut.

Später (1984) sind Luk Bastiaens, Orgeldozent an der Hochschule für Wissenschaft und Kunst in Löwen, sowie Wencelaus Mertens (1996), Historiker und Orgelsachverständiger-Entwerfer, dem Verein beigetreten.

Die neue Zeitschrift entstand aus einer lebhaften Dynamik von engagierten gleich Gestimmten in bezug auf das Gedankengut über die Orgelkultur und die Orgelpolitik in Flandern, und stützte sich auf ein gründliches Studium des flämischen Orgelerbguts, geprüft an internationalen Tendensen und Aktualien. Ein kräftiger Orgelstrom wurde in Gang gebracht und hat sich bis jetzt weiter entwickelt und sich erweitert, wobei die Dynamik der Orgelmusik mit dem Studium der historischen Orgeln und dem Orgelbau auf handwerklicher Grundlage verknüpt wurde. Ausgehend von Überzeugung und wachsenden Erkenntnissen wurde auf sich aufmerksam gemacht, und entstand langsam eine Offenheit zur Totalität  der sehr differenzierten Orgelwelt.

2005 wurde der 'Flämische Verein zur Förderung der Orgelkunst' v.z.w. zu 'Orgelkunst' v.z.w. umgetauft. Eine jüngere Generation hat inzwischen die Fackel übernommen, und hofft, mit derselben Dynamik und Einsatz das flämische Orgelleben lokal sowie international die Ausstrahlung zu geben, die es verdient.